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Mehr Männer in Kitas


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Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet langfristig angelegte Maßnahmen, um mehr Männer für die Arbeit in Kindertagesstätten zu gewinnen. Fachlich begleitet wird dieses Vorhaben von der eigens dafür eingerichteten Koordinationsstelle „Männer in Kitas".
In Deutschland arbeiten 2,4 Prozent männliche Fachkräfte in Kindertagesstätten. Der Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern wird weiter wachsen. Im Zuge des Ausbaus der Krippenplätze bis zum Jahr 2013 sind rund 40.000 zusätzliche Vollzeitstellen in Kindertageseinrichtungen zu besetzen. Der Trend der letzten Jahre hat gezeigt, dass gerade die Zahl der jüngeren Männer in Kitas steigt. Da aber die Gesamtzahl der Beschäftigten ebenfalls zugenommen hat, ist der prozentuale Anteil männlicher Fachkräfte in Kindertagestätten kaum gestiegen.
Die wenigen männlichen Fachkräfte werden in den Kitas als Bereicherung wahrgenommen. Träger von Kindertagesstätten, Kita-Leitungen, Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern wünschen sich ausdrücklich mehr männliche Kollegen und Bezugspersonen für Kinder. Die Personalverantwortlichen haben aber Schwierigkeiten beim Anwerben männlicher Fachkräfte. Das Anliegen der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ist es daher, die gesellschaftliche Wertschätzung für frühkindliche Bildungsinstitutionen zu erhöhen und die Attraktivität des Arbeitsfeldes insgesamt zu verbessern - explizit auch für Männer. Hier setzt die Arbeit der vom Bundesfamilienministerium geförderten Koordinationsstelle „Männer in Kitas" an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Koordinationsstelle beraten unter anderem Einrichtungen, die mehr Männer für ihre Kitas gewinnen wollen.
Das Modellprogramm ‚MEHR Männer in Kitas' des Europäischen Sozialfonds (ESF) hat zum Ziel, durch die Erprobung innovativer Modellprojekte mittel- und langfristig dazu beizutragen, den Anteil von männlichen Erziehern in Kitas auf 20 Prozent zu erhöhen.
Mindestens 10 Modellregionen sollen durch das Bundesfamilienministerium und den Europäischen Sozialfonds gefördert werden. Bewerben können sich Träger oder Trägerverbände von Kindertagesstätten, die überörtlich oder in einer Großstadt arbeiten und deren mitwirkende Kitas über ein pädagogisches Konzept und eine intensive Elternarbeit verfügen. Mindestens 25 Prozent der Einrichtungen sollen einen erhöhten Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Familien aufweisen. Die Auswahl der Träger erfolgt Ende 2010.

Weitere Informationen:
www.esf-regiestelle.eu

© Deutsche Liga für das Kind
 
 
 
   
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